Emotionsfokussierte Therapie (EFT)
Die in den 1980er Jahren von Dr. Sue Johnson entwickelte EFT basiert auf der Bindungstheorie und betrachtet Beziehungsstress als Folge unsicherer emotionaler Bindungen.
Kernkonzepte
- Negative Interaktionszyklen: Paare verfangen sich in vorhersehbaren Mustern — typischerweise "Verfolgen–Rückzug". EFT hilft beiden Partnern, den Zyklus als Feind zu sehen, nicht einander.
- Primäre und sekundäre Emotionen: Oberflächenemotionen verbergen oft tiefere, verletzlichere Gefühle. EFT leitet Partner an, diese primären Emotionen zu erkennen und zu teilen.
- Bindungsereignisse: Korrigierende emotionale Erfahrungen schaffen — Momente, in denen Partner nacheinander greifen und eine einfühlsame, fürsorgliche Antwort erhalten.
Evidenzbasis
Meta-Analysen zeigen, dass 70–75 % der Paare von Beziehungsstress zur Erholung gelangen und etwa 90 % signifikante Verbesserungen zeigen. Die Ergebnisse sind bei Nachuntersuchungen stabil.